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Kahler Asten

Der Kahle Asten ist dank seiner Wetterwarte der bekannteste Berg des Sauerlandes. Etwa 500.000 Menschen besuchen ihn jährlich.
Nach dem Langenberg bei Medebach (843,2 m ü NHN) ist der Kahle Asten mit 841,9 m über NHN der zweithöchste Berg Nordrhein-Westfalens.



Aussichtsplattform

Zur 862 m über NHN gelegenen Aussichtsplattform gelangst du über eine Wendeltreppe mit 80 Stufen.

Genieße den Blick über das Land der "tausend Berge" (man sagt, exakt seien es 2.667) und schaue bei gutem Wetter bis zum Brocken im Harz.

Naturkundemuseum

Was zeichnet den Kahlen Asten und das Naturschutzgebiet rund um den Astentum aus? Interessierte erfahren es im Ausstellungspavillon des LWL-Museums für Naturkunde aus Münster. Neben Erdgeschichte, Tieren und Pflanzen sensibilisiert die Ausstellung vor allem für das Naturschutzgebiet Kahler Asten und die Erhaltung seiner sehr alten Hochheide.

Hochheide

Die Kuppe des Kahlen Asten nimmt eine Zwergstrauchheide ein. Gelegentlich wird sie als Hochheide bezeichnet, weil man sie eine Zeit lang für ein Relikt des vergangenen Eiszeitalters hielt. Auf der Heide wachsen kaum Bäume, da aufkommende Baumsämlinge durch Schafbeweidung verbissen werden. In Teilbereichen ist die natürliche Wiederbewaldung allerdings mangels ausreichender Beweidung schon weit fortgeschritten und es ist manuelle Pflege notwendig, um das besondere Landschaftsbild zu erhalten.

Lennequelle

Die Lenne entspringt etwa 315 m westlich des Aussichtsturms auf 825 m Höhe. Sie ist die höchstgelegene Quelle Nordwestdeutschlands und kann während heißer Sommermonate trockenfallen. Nach 129 km mündet sie in Hagen in die Ruhr.


Die Geschichte des Astenturms

1843 besuchte König Friedrich Wilhelm IV. den Kahlen Asten. Zur Erinnerung an den 843 geschlossenen Vertrag von Verdun sollte ein Aussichtsturm als Denkmal errichtet werden.

Der Vertrag von Verdun besiegelte die Teilung des karolingischen Reiches in einen mittleren sowie in einen ost- und einen westfränkischen Teil. Diese Teilung bildete die Grundlage für die spätere Entstehung eines französischen und eines deutschen Staates. Während des Revolutionsjahres 1848 wurde der Astenturm Ziel einer Demonstration für die Ziele der Märzrevolution und der deutschen Einheit. Die Denkmalpläne wurden 1881 wieder aufgenommen.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 22. Juni 1884.  Seit 1900 ist der Turm offizielles Denkmal der Provinz Westfalen. Seit 1918 wird die im Turm befindliche Wetterstation betrieben.

Im Zweiten Weltkrieg lagen im und am Astenturm stark genutzte Funkeinrichtungen der Wehrmacht. Am 04. April 1945 wurde der Turm durch US-Truppen fast völlig zerstört. Die Beseitigung der Kriegsschäden dauerte bis 1955. 1995 wurde der Ausstellungspavillon angebaut.

2005 wurde der Turm grundlegend umgebaut und saniert und öffnete mit seinem heutigen Angebot.